Stadtteile

Hier finden Sie eine Übersicht der 7 Stadtteile Bad Schwalbachs.

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Im Jahr 1355 wurde die Burg Adolfseck durch den Grafen Adolf von Nassau-Idstein erbaut. Bald danach entstand in ihrer Nähe ein kleines Dorf gleichen Namens. In einem nahegelegenen Wiesental soll übrigens schon zu Zeiten Karls des Großen, und zwar im Jahr 612, ein Dorf (Reosfelden oder Reißfelden) gestanden haben, dessen Bewohner später in das Dorf Adolfseck übersiedelten. Im Jahr 1367 erhielt Adolfseck von Kaiser Karl IV. Stadtrechte, aber keine eigene Gerichtsbarkeit. Seit dieser Zeit waren die Einwohner Adolfsecks von allen Grundbesitzungen abgabefrei.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zerstört; sie ist inzwischen restlos verfallen. Geblieben ist das Kirchlein, die einstige Valentinskapelle der Burg, das heute noch von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt wird. Adolfseck ist der kleinste Stadtteil Bad Schwalbachs der im Zuge der Gemeindereform eingemeindet wurde. Seine Einwohner pflegen eine gute Gemeinschaft und haben ihren Ort in Eigeninitiative zu einem schöne Flecken gestaltet, ein vorbildlicher Kinderspielplatz und nicht zuletzt das schöne Bürgerhaus kommen allen Bürgern zugute.

Weitere Informationen finden Sie unter der Website www.adolfseck.de

Der Ursprung des Namens Fischbach kommt von ,,Vissebach", der Bach, der durch die Wiesen fließt. Der Ort hat eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt. Die neuere Geschichtsforschung nimmt an, dass Fischbach zwischen 1210 und 1220 entstanden ist (erste urkundliche Erwähnung 1220).

Über die Vogtei kamen diese Dörfer später in katzenelnbogischen Besitz. Im Jahr 1479 starben die Grafen von Katzenelnbogen aus und die Landgrafen von Hessen-Kassel traten das Erbe an. Ab 1816 gehörten Land und Leute zu Nassau und ab 1866 zu Preußen. Zur Zeit seiner Entstehung war Fischbach ein reines Köhlerdorf. Noch heute kann man in den nahegelegenen Wäldern Überreste einstiger Kohlenmeiler finden.

Seit 31. Dezember 1971 gehört Fischbach zu Bad Schwalbach. Das rege Vereinsleben spielt sich hauptsächlich im Bürgerhaus (,,Fischbachhalle") ab, die am 13. Dezember 1975 eingeweiht und später baulich erweitert wurde. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde die „Fischbachhalle" nochmals ausgebaut: neue Räume im Obergeschoß für die Jugendbetreuung, Bastelgruppe, Spielkreis und Büro für den Ortsvorsteher. Begonnen wurde mit dem Um- und Ausbau der ehemaligen Dreschhalle bereits in den Jahren vor dem Zusammenschluss.

Die Bürger tun viel für ihren Stadtteil und haben erreicht, dass sie im Landeswettbewerb ,,Unser Dorf soll schöner werden" 1983 Bezirkssieger, 1984 Gebietssieger und 4. Landessieger, 1987 wieder Bezirkssieger, 1998 zweiter Platz im Gebietsentscheid, 1991 Bezirkssieger, 1992 dritter Platz im Gebietsentscheid, 1994 Sieg im Regionalwettbewerb unter 25 Mitbewerbern, dritter Platz auf Landesebene, ebenso dritter im Wettbewerb „Kinder im Dorf – Dörfer für Kinder". Weitere Anstrengungen in dieser Richtung haben sie sich fest vorgenommen. Fischbach wurde 1992 ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Zahlreiche private und öffentliche Maßnahmen konnten bis zum Jahre 2001 gefördert werden. Als öffentliche Maßnahmen: Ausbau „Fischbachhalle", Kinderspielplatz mit Bolzplatzhütte, Grünanlage „Dalles" (Dorfplatz) an der Bushaltestelle, Vorplatz Feuerwehrgerätehaus. Im Juni 1997 stand Fischbach ganz im Rahmen der 777-Jahrfeier mit Festprogramm und großem Straßen- und Höfefest – ein ganz besonderes Ereignis.

Zu den Schönheiten dieses ruhig gelegenen Erholungsortes gehört außerdem eine Sauerbrunnenanlage, deren Wasser nach der Tafelwasserverordnung als Mineralwasser bezeichnet werden darf.

 

Weitere Informationen unter www.swa-fischbach.de

Durch das idyllische Heimbachtal erreicht man nach ca. drei Kilometern von der Kernstadt aus, den wunderschön gelegenen Stadtteil Heimbach. Der Ort mit derzeit ca. 600 Einwohnernliegt umgeben von waldbedeckten Höhen zwischen 350 und 500 Metern über NN im Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Von der 238 Hektar großen Gemeinde sind ca. 120 Hektar mit Wald bedeckt, der mit zahlreichen gut gekennzeichneten Wegen zum Wandern einlädt. Kurgäste sowie Einwohner der Kreis- und Kurstadt Bad Schwalbach machen von diesem Angebot gerne Gebrauch.

Das schon im 14. Jahrhundert erwähnte Heimbach wurde 1972 Stadtteil von Bad Schwalbach. Die Bevölkerung ernährte sich bis nach dem 2. Weltkrieg fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Danach änderte sich die Einkommensgrundlage. Heute pendeln viele Mitbürger nach Wiesbaden und Umgebung, um dort ihrem Beruf nachzugehen. Neben dem restaurierten früheren Rathaus, einem Kinderspielplatz, einem Bolzplatz, dem Bürgerhaus mit Restaurant „Heimbachstuben" und Bundeskegelbahn, dem 1985 erbauten Feuerwehrgerätehaus und dem Friedhof mit Trauerhalle, Ehrenmal und gepflegten Grünanlagen, verfügt Heimbach über ein intaktes Vereinsleben, das von der Freiwilligen Feuerwehr, dem Heimbacher Carneval Club und der Kerbegesellschaft getragen wird.

Die überaus gute Verkehrsanbindung über die Bäderstraße (B 260) bzw. die Aarstraße (B 275/B 54) zu den Autobahnen und dem Rhein-Main-Gebiet macht Heimbach zu einem begehrten Wohnort mit hohem Erholungs- und Freizeitwert.

Weitere Informationen finden Sie unter der Website www.swa-heimbach.de

Abseits der Hauptverkehrsstraßen B 54 und B 260 liegt in einem idyllischen Tal Hettenhain, Bad Schwalbachs größter Stadtteil mit derzeit rd. 1.200 Einwohnern.

Die ruhige Lage und die überaus gute Wohnqualität hat Hettenhain in den letzten 50 Jahren zu einer begehrten und anziehenden Wohngemeinde werden lassen, was sich auch im Anstieg der Einwohnerzahlen (1955 = 350 Einwohner; 2001 rd. 1.100 Einwohner) ablesen lässt.

Darüber hinaus ist das kulturelle Angebot am Ort sehr vielfältig. Es gibt 15 Vereine und es ist für jeden etwas nach seinem Interesse dabei.

Die Verbundenheit der Bewohner zu Hettenhain hatte schon von jeher eine große Bedeutung. Das spiegelt sich besonders darin wider, dass die Hettenhainer schon immer liebevoll von ,,ihrem Örtchen" sprachen.

Hettenhain ist nicht nur der größte Stadtteil sondern auch einer der ältesten nach seiner Erwähnung. Hettenhains älteste urkundliche Erwähnung findet man im Lehnbuch des Werner II. von Bolanden, aus dem Jahr 1195.

Werner II war vor über 800 Jahren der Besitzer des Ortes, den er von den Grafen von Katzenelnbogen zum Lehen hatte. In diesem Lehnbuch wird Hettenhain als Dorf erstmalig unter dem Namen „Hidenhagen" erwähnt, woraus sich schließen lässt, dass die ersten Siedler aus der Sippe des „Hido" stammten. Durch das Aussterben des Geschlechtes der von Bolanden im Mannesstamm ging der Besitz jeweils durch Heirat an die Grafen von Sponheim und das Haus Nassau-Saarbrücken über. Die Landeshoheit ging im Jahr 1478 an Hessen-Kassel über und verblieb fast 500 Jahre in hessischem Besitz, wenn auch unter verschiedenen hessischen Häusern. So ist Hettenhain mit kurzen Zeiten unter Nassauischer und Preußischer Hoheit immer hessisch gewesen.

Im Jahr 1632 bekam man dann die ganze Last des Krieges zu spüren, als die Schweden einfielen und die ganze Gegend ausplünderten. 1637 verwüstete dann ein Truppenverband des bekannten Reitergenerals Jean von Werth den Ort. Danach wanderten auch die restlichen Bewohner ab oder starben bis auf einige aus.

Nach Beendigung des Krieges besiedelte sich Hettenhain nur langsam. Durch die enorme rückständige Abgabenlast fielen große Teile des damaligen Hettenhains an Langenschwalbach, welches für diese Gebiete die ausstehenden Abgaben übernahm.

Im Jahr 1804 stellt man den ersten eigenen Lehrer ein, der eine sogenannte Winterschule unterhielt, um den Kindern wenigstens im Winter die weiten Schulwege zu den Kirchspielschulen in Bärstadt und Langenschwalbach zu ersparen. Einige Zeit später erbaute man dann im Jahr 1825 das erste eigene Schulgebäude, welches auch heute noch besteht und von der Feuerwehr als Spritzenhaus genutzt wird. Etwa 100 Jahre später wurde dann dieses Schulgebäude zu klein und man entschloss sich im Jahr 1913 zum Bau des neuen Schulgebäudes mit Lehrerwohnung. In diesem Schulgebäude wurde dann bis 1970 unterrichtet.

1972 gab die bis dahin selbständige Gemeinde Hettenhain, bedingt durch die hessische Gebietsreform, ihre Selbständigkeit auf, und wurde der Stadt Bad Schwalbach eingemeindet. Aus dem Schulgebäude errichtete man 1980 mit einem Anbau ein schönes Bürgerhaus, was als Mittelpunkt des kulturellen und des regen Vereinslebens seinen Zweck erfüllt. Bei dem Bau des Bürgerhauses brachte man in hervorragender Weise die ältere Architektur des bestehenden Schulgebäudes mit der neuen Architektur des Bürgerhauses in eine gelungene harmonische Verbindung.

1996 erbaute man einen Kindergarten am Ort, der für 3 Gruppen Platz bietet und der auch den Kindern aus den anderen Stadtteilen offen steht.

Weitere Informationen finden Sie unter der Homepage: www.hettenhain.de

"Willste von Schwalbach emol nach Lorch kimmste aach dorch Langeseife dorch..."

Langenseifen ist der westlichste Stadtteil von Bad Schwalbach und liegt an der alten Wirtschaftsstraße von Bad Schwalbach nach Lorch am Rhein durch das Wispertal.

Historie

Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1270. Anlass hierzu war ein Rechtsstreit um Steuerabgaben zwischen Mainz und St. Goar. Langenseifen zählt zu den 15 überhöhischen Dörfern mit deren Besiedlung man vor ca. 1.000 Jahren begonnen hat. Mit den 15 überhöhischen Dörfern bezeichnet man jene Orte, welche nach einer Grenzbeschreibung des Rheingauischen Landweistum aus dem 14. Jahrhundert zum Mainzischen Territorium gehörten und jenseits des Gebücks lagen. Der Mittelpunkt der überhöhischen Dörfer war Bärstadt. Im 30jährigen Krieg wurde Langenseifen völlig zerstört; es sollen nur drei Familien überlebt haben. Aus der Schulchronik erfahren wir, dass um 1750 die Felder der Langenseiferner Gemarkung unterschieden werden als

a) Erbgüter
b) Herrschaftlich Rothenburgische Hufe ( früher Greifenklauisch )
c) Fürstlich Nassauisch-Usingische Hufe

Die ortsprägenden historischen Gebäude sind:
Die 1822 erbaute Schule ( heute Heimatmuseum )
Das 1832 erbaute Brunnenhaus und das 1839 fertiggestellte Rathaus.

Infrastruktur
Das ca. 500 Einwohner zählende Dorf hat für einen Ort dieser Größe eine vorbildliche Infrastruktur. Folgende Wirtschaftsbetriebe sind hier angesiedelt: Lebensmittelgeschäft, Frisierstube, Arztpraxis, Schreinerei, Zeltnäherei, Schmiede, Gaststätte, Gartengeräteverkauf

Sport und Kultur
Seine Freizeit kann man in einem der zahlreichen Vereine sinnvoll verbringen. Der Sportverein 1963 e.V bietet seinen 250 Mitgliedern folgende Sportarten für alle Altersgruppen an: Fußball, Turnen, Judo, Gymnastik, Nordic Walking, Tanzen Im Männergesangverein Liederkranz 1896 e.V. hat sich neben dem 30 köpfigen Chor im Jahr 2000 ein Kinder- und Jugendchor etabliert. Dieser Kinder- und Jugendchor ist durch die Uraufführung eines Kindermusicals besonders hervorgetreten. Die Freiwillige Feuerwehr 1934 e.V. hat seit 1994 eine Frauenabteilung und erweiterte sich 1999 um eine Jugendfeuerwehr. Der Heimatverein „Bei uns deham" hat sich der Erhaltung und Darstellung des örtlichen Brauchtums verschrieben und ist Träger des Heimatmuseums. Die Mitglieder des Seniorenclubs treffen sich monatlich zur gemeinsamen Kaffetafel im Bürgerhaus

Veranstaltungen
März Schlachtfest
April Liederabend
Mai Frühschoppen
Juni Backesfest
September Kelterfest
November Theateraufführung

2004 wurde Langenseifen in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen. Mit der Förderungsmöglichkeit von öffentlichen und privaten Investitionen zur Strukturverbesserung sind die Weichen für eine positive Weiterentwicklung gestellt.

 

Weitere Informationen finden Sie im Wikipedia-Eintrag zu Langenseifen.

Längs durch Lindschieds Gemarkung zieht sich der Limes, der schützende Grenzwall der Römer gegen die germanischen Einwohner. Aus der Römerzeit lassen sich noch einige Überreste auf Lindschieds Boden ausfindig machen. So sind bei genauerem Suchen die Fundamente von drei Römertürmen, der in den Fels gehauene Limes und eine zur Abwehr bestimmte Schanze zu entdecken. Der interessanteste Zeuge jener Zeit ist jedoch der Justinusfelsen. Auf diesem Felsen hat sich ein römischer Soldat mit Namen Januarisus Justinus 200m außerhalb des Limes verewigt. Dieser Felsen mit seiner Inschrift ist heute ausgewiesenes Kulturdenkmal.

Lindschied wurde urkundlich 1260 zum erstenmal erwähnt. Es gehörte wie alle Stadtteile Bad Schwalbachs (mit Ausnahme Adolfseck ) zu den fünfzehn "Überhöh'schen Dörfern", deren Existenz uns seit dem 10. Jh. bekannt ist. Der Mainzer Erzbischof Williges ließ sich die Dörfer vermutlich von Kaiser Otto II. schenken. Das Dorf ist aber mit Sicherheit älter. Es deutet vieles darauf hin, daß Lindschied in der dritten fränkischen Besiedlungsphase (6. bis 11. Jh.) entstand. Aus dieser Zeit wissen wir nur wenig und vieles läßt sich nur mutmaßen. So zum Beispiel das genaue Datum der Entstehung Lindschieds. Schwer läßt es sich zurückrechnen und auch nur vage sagen, daß wohl um das Jahr 800 hier die ersten Höfe entstanden.

Aus einem Weistum aus dem Jahre 1489 erfahren wir, daß sich die Gemarkungsgrenzen Lindschieds über die Jahrhunderte nicht wesentlich verändert haben. Nur eine Felsnase, die weit ins Aartal reicht und auf der ursprünglich eine Wehranlage stand, gehört heute nicht mehr zu Lindschied. Graf Adolf von Nassau trennte sie von der Gemarkung ab, indem er die Aar umleitete und auf der Felsnase 1355 eine Burg errichten ließ. So entstand das Dorf Adolfseck. Das "Hubengericht", zuständig für die leibeigenen (Huben) der Dörfer Lindschied und Heimbach, hatte seinen Sitz in Lindschied und tagte zweimal im Jahr unter der Dorflinde. Aus dieser Zeit (1514) stammt ein Gerichtssiegel, daß zum Wappen der Gemeinde wurde: Ein schwarzer, rotbewehrter auffliegender Hahn.

Seit 1778 gab es während der Wintermonate Schulunterricht in der Gemeinde, einen regelmäßigen Unterricht erteilte der im Ort ansässige Lehrer ab 1816. Im Jahre 1964 wurde die Schule im Rahmen der Schulreform geschlossen - die Kinder wurden fortan in Bad Schwalbach unterrichtet.

In der Nähe des Stadtteils liegt das Anwesen ,,Villa Lilly"' das von dem Deutsch-Amerikaner Adolphus Busch in den Jahren 1891 bis 1911 errichtet wurde. Verbunden damit war ein großer Märchenpark, in dem die bekanntesten Märchen durch Figurengruppen dargestellt waren. In den Zeiten des Nationalsozialismus war in den Villen ein Mütterheim eingerichtet. Nach dem Krieg beherbergte das Anwesen ein amerikanisches Soldatenheim, dann ab 1949 das Heim für Volksbildung und Jugendpflege ,,Haus Schwalbach" und von 1959 bis zum 31. Mai 1972 das deutsch-schweizerische Internat "Albert-Schweitzer-Schule". Das Anwesen stand lange leer. Es steht unter Denkmalschutz und wird seit November 1987 als Drogentherapiezentrum des Landes Hessen genutzt.

Der Stadtteil besitzt seit 1955 eine kleine katholische Kirche, die mit viel Eigenleistung der Mitbürger erbaut wurde. Sie wird heute von beiden Konfessionen genutzt. Lindschied, stolz auf seine Selbständigkeit, wurde am 1. Januar 1977, im Zuge der Gebietsreform per Gesetz nach Bad Schwalbach eingegliedert. Nach langen und zähen Verhandlungen konnten die Lindschieder im Dezember 1992 endlich die Einweihung ihres Bürgerhauses feiern. Das Vereinsleben, das lange im argen lag, weil es an Räumlichkeiten dazu fehlte, beginnt allmählich aufzublühen. Die Lindschieder freuen sich über das Bürgerhaus, das mit dazu beitragen wird, daß das Gefühl in diesem schönen Stadtteil beheimatet zu sein, von den Alten auf die Jungen übergeht.

Weitere Informationen finden Sie unter der Website www.lindschied.de

Der Stadtteil Ramschied liegt im oberen Wispertal und zählt zur Zeit 520 Einwohner. Schon im Jahr 883* wird der Ort als Besitz des Klosters Bleidenstadt urkundlich erwähnt. Vor dem Dreißigjährigen Krieg bestand Ramschied aus zwei getrennten Dörfern - Oberramschied und Niederramschied. Aus den Gemeindeurkunden ist zu ersehen, daß das Land um die beiden Dörfer unter mehreren Herren aufgeteilt war; ferner, welche hohe Abgaben die Bauern den verschiedenen Grundherren zu zahlen hatten. Dies war bei dem kargen und wenig fruchtbaren Boden eine erdrückende Verpflichtung. Die Folge war bittere Armut.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde Ramschied an der jetzigen Stelle errichtet. Seit dem 31. Dezember 1971 ist Ramschied der Kreis- und Kurstadt Bad Schwalbach angegliedert. Es ist ein liebenswerter Stadtteil, der wegen seiner landschaftlichen Reize und seiner Kneippanlagen im Wiesental unterhalb des Ortes ein besonderes Ausflugsziel für Erholungssuchende aus nah und fern darstellt. Besonders Bad Schwalbacher Kurgäste schätzen die erholsamen Spaziergänge über herrliche Wanderwege nach Ramschied. Eine Einkehr in gepflegte Gasthäuser rundet jeden Besuch ab. Das Bemühen der Bürger, ihre Wohngemeinde noch schöner und attraktiver zu gestalten, wurde im Jahr 1985 damit belohnt, daß der Stadtteil Ramschied Bezirkssieger seiner Klasse im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" wurde.

*) Im Oktober 2006 ergänzt Ortsvorsteher Peter Lecke diese Information: Da im Zusammenhang mit einer am 28. August 1994 durchgeführten Veranstaltung vom Staatsarchiv Hessen Zweifel am damals angenommenen Alter Ramschieds von 1111 Jahren geäußert wurden und das tatächliche Alter bis heute nicht recherchiert wurde, gehe ich z.Zt nicht davon aus, dass in 2008 eine 1125 Jahrfeier stattfinden wird. Die Situation könnte sich ändern, wenn sich bei neuen Recherchen bestätigen würde, dass die urkundlich erwähnte Jahreszahl 883 authentisch ist und keine Fälschung -wie vom Staatsarchiv in 1994 vermittelt-ist.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.ramschied.de