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Die Brunnen

Der Paulinenbrunnen

Auf der Suche nach neuen Quellen zur Versorgung der 1828 errichteten Stahlbadeanstalt fand man die Paulinenquelle vis-à-vis vom Hubertustempel, auf der gegenüberliegenden Talseite des Moorbadehauses. Man benannte sie 1829 nach der neuen Herzogin Pauline von Nassau. Die 19-Jährige war eine Nichte der verstorbenen ersten Frau von Herzog Wilhelm von Nassau und hatte in Frankreich eine höfische Erziehung genossen. Sie schrieb und sprach fließend französisch, obwohl die junge Prinzessin schwerhörig gewesen sein soll.

Pauline und Wilhelm wurden drei Kinder geschenkt: 1831 Prinzessin Helene, 1832 Prinz Nikolaus und 1836 Prinzessin Sophie, die später Königin von Schweden und Norwegen wurde. Nach nur zehnjähriger Ehe verstarb der Herzog, der ein tyrannischer Vater gewesen sein soll, im August 1839. Erbprinz Adolf, Paulines Stiefsohn und auch Cousin, übernahm einen Tag nach Wilhelms Tod die herzoglichen Amtsgeschäfte. Als Witwensitz baute er ihr in den Jahren 1841-1845 in Wiesbaden das „Paulinenschlösschen“, das im Zweiten Weltkrieg einem Bombenangriff zum Opfer fiel. Pauline starb am 07. Juli 1856.

1868 vereinigte man den nahegelegenen Rosenbrunnen mit dem Paulinenbrunnen. Lange Zeit wurde das Wasser des Brunnens, ebenso wie das des Wein- und Stahlbrunnens, in Krüge bzw. Flaschen abgefüllt und verschickt. Heute wird das Wasser des Brunnens ausschließlich für Bäder verwendet.


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