Statansicht Reitallee Bruns.JPG

Pressemitteilungen

Informationen aus dem Rathaus

Informationsveranstaltung zur Citybahn in Bad Schwalbach


„Kein Plan B“

Bequem, komfortabel, Fahrplan sicher, geräuscharm, platzsparend und umweltfreundlich – so soll die neue Citybahn rund 7.200 Pendler am Tag zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden befördern, wenn es nach den Planern der Citybahn GmbH geht. Noch steht dieses Projekt allerdings auf dem Prüfstand, denn das letzte Wort haben die Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger.

Großes Bürgerinteresse bei hochkarätigem Podium

Damit die Bad Schwalbacher über die Pläne und den aktuellen Stand des Citybahn-Projektes informiert sind, hat die Stadt am 8. Oktober zu einer Bürgerinformationsveranstaltung mit offener Diskussion eingeladen. Das Interesse der Bürgerschaft war sehr groß, zumal das Podium im Kurhaus hochkarätig besetzt war. Landrat Frank Kilian stellte den volkswirtschaftlichen Nutzen für die gesamte Region und die „Chance, Bad Schwalbach zukunftsfähig zu gestalten“ in seiner Rede heraus. Auch Bürgermeister Markus Oberndörfer sieht in dem Projekt „ein tragendes Element für einen Ausbau der Infrastruktur mit positiven Folgen für Wachstum, Entwicklung, Tourismus und Arbeitsplätze.“

Im 15-Minuten-Takt nach Wiesbaden

Die hochmoderne Citybahn als Massenverkehrsmittel soll die Kreisstadt Bad Schwalbach mit der Landeshauptstadt im 15-Minuten-Takt verbinden und täglich rund 7.200 Pendler aus der Region nach Wiesbaden befördern, wie Citybahn-Projektingenieur Christian Jakobs erläuterte. Demnach sind in Bad Schwalbach vier Haltestellen vorgesehen, zu denen die Zubringer aus den Ortsteilen mit Pendlerbussen gebracht werden sollen. Nach derzeitiger Planung soll die Bahn bis zum Schmidtbergplatz fahren. Am Halteplatz Bahnhof soll es eine Umsteigemöglichkeit in die Regionalbahn nach Diez geben. Voraussetzung, die Strecke wird reaktiviert, was zurzeit untersucht wird. Weniger euphorisch sahen die Vertreter der neu gegründeten Initiative „So geht’s“, Matthias Dir und Heiko Trapp, die Pläne der City-Bahn. Sie forderten alternativ eine Reaktivierung der Aartalbahn auf moderner Basis. Das allerdings würde unter anderem an dem Kosten-Nutzen-Verhältnis und den heutigen Sicherheitsanforderungen scheitern, wie Verkehrsdezernent Günter F. Döring erklärte. Er rechnet bei der Citybahn mit einer Förderung von 90 Prozent von Bund und Land. Auf die Frage besorgter Bürger, was passieren würde, wenn die Wiesbadener am 1. November mit „Nein“ votieren werden, gab Landrat Frank Kilian unumwunden zu: „Dann ist das Projekt für drei Jahre gestorben“. Eine Plan B gäbe es ganz bewusst nicht, denn dass Bad Schwalbach und Taunusstein das Projekt alleine stemmen könnte, halte er für ausgeschlossen.