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Nachruf auf Ingrid Bär


Ingrid Bär hat sich jahrelang für das Gemeinwohl von Hettenhain und der Stadt Bad Schwalbach eingesetzt. Seit 1993 war sie bis zuletzt Mitglied im Ortsbeirat Hettenhain. 15 Jahre lang setzte Ingrid Bär sich als Ortsvorsteherin, acht Jahre lang als stellvertretende Ortsvorsteherin für die Belange des größten Bad Schwalbacher Stadtteils ein. Für die Gruppierung „SWA- Unser Bad Schwalbach“ war sie seit 2011 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Seit 2016, nach dem Zusammenschluss von SWA und BSB zu einer Fraktion, führte sie diese als Fraktionsvorsitzende. Für ihr gesellschaftliches Engagement, etwa für die Belange der „Kinder von Tschernobyl“ verlieh man ihr 2014 die Verdienstmedaille des Bundesverdienstkreuzes, im Jahr 2016 erhielt sie die Auszeichnung Stadtälteste. Ingrid Bär war bis zuletzt Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordneten-versammlung.


Ingrid Bär war keine gewöhnliche Stadtverordnete.


Soweit die Daten. Ingrid Bär war keine gewöhnliche Stadtverordnete. Sie stach hervor! Aufgrund ihres genauen und intensiven Studiums der Materie war sie nicht nur stets bestens auf die Tagesordnung vorbereitet, nein, sie hat in den Sitzungen so lange nachgebohrt, nachgehakt und nachgefragt bis die Zusammenhänge und Fakten vollständig waren, damit sie sich eine fundierte Meinung bilden konnte. Ihr Augenmerk lag immer darauf, sorgsam mit den knappen Finanzmitteln umzugehen und den eingeschlagenen Sparkurs nicht zu verlassen. Dabei suchte sie immer nach klaren Worten, bzw. verlangte mit großem Nachdruck von Verwaltung, Magistrat und Fachleuten die unmissverständliche Benennung der Fakten. Ihre Arbeitsweise lässt sich mit folgenden Worten charakterisieren: Akribie, Vehemenz, Streitbarkeit und Direktheit. Bei aller Härte in der Sache war sie kompromissbereit, ohne ihre Überzeugungen zu verraten.

 

Um ihre Person und ihre Krankheit hat sie kein Aufhebengemacht. Die politische Angelegenheit stand immer im Vordergrund. Und diese Angelegenheit war das Wohl ihrer Mitmenschen, nicht zuletzt das Wohl der Hettenhainerinnen und Hettenhainer.

 

Ihr Engagement hätte Ingrid Bär ohne ihren Kampfgeist nicht so lange durchhalten können. Sie wollte weitermachen. Trotz des Wissens um ihre Krankheit, hat uns die Nachricht von ihrem Tod unvermutet erreicht- er kam plötzlich. Ihre letzte Ausschusssitzung war die des Haupt- und Finanzausschusses am 16.05.  Ihre letzten beiden Anträge an die Stadtverordnetenversammlung verfasste sie am Vorabend ihres viel zu frühen Todes. Ingrid Bär starb am 22.05.2019,  ein Tag vor dem 70. Geburtstag unseres Grundgesetzes. Die Worte „Alle Macht geht vom Volke aus“ hat sie gelebt.

 

Wir verlieren mit Ingrid Bär nicht nur eine streitbare Demokratin, sondern auch die Mutter, Weggefährtin und Freundin - eine Frau, die Spuren hinterlässt. Die Dankbarkeit für ihr großes Engagement wird unsere Erinnerung an sie nachhaltig prägen.


Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Schwalbach

 

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