Statansicht Reitallee Bruns.JPG

Pressemitteilungen

Informationen aus dem Rathaus

KiKu und Stadt im Gespräch


Bad Schwalbach, 20. August 2026 – Die Stadt Bad Schwalbach und der KiKu – Verein für Kino und Kultur Rheingau-Taunus e. V. wollen ihre Zusammenarbeit auf eine langfristige und verlässliche Grundlage stellen. Bürgermeisterin Angela Strabone und KiKu-Vorsitzender Christian Dämgen haben sich hierzu kurzfristig zu einem ausführlichen persönlichen Gespräch getroffen. An dem Austausch war auch der Betreiber des Kinos Bambi & Camera beteiligt.

Anlass waren unterschiedliche Einschätzungen zu den Rahmenbedingungen und zur Kommunikation rund um größere Kulturveranstaltungen im Bad Schwalbacher Kurpark. In dem offenen und konstruktiven Gespräch konnten die jeweiligen Sichtweisen ausführlich dargestellt und bestehende Missverständnisse ausgeräumt werden.

Einigkeit besteht darin, dass das große ehrenamtliche Engagement des KiKu und seiner zahlreichen Helferinnen und Helfer einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben in Bad Schwalbach leistet. Das Kino- und Kulturfestival hat gezeigt, was durch ehrenamtlichen Einsatz, Kreativität und eine enge Zusammenarbeit vieler Beteiligter auf die Beine gestellt werden kann.

„Das Engagement der vielen Ehrenamtlichen verdient große Anerkennung. Der KiKu bereichert mit seinen Ideen und Veranstaltungen das kulturelle Leben unserer Stadt. Mir ist wichtig, dass wir miteinander im Gespräch bleiben und gemeinsam schauen, wie eine gute Zusammenarbeit auch in Zukunft gelingen kann“, erklärt Bürgermeisterin Angela Strabone.

Auch für den KiKu ist der persönliche Austausch ein wichtiger Schritt.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass wir die unterschiedlichen Sichtweisen nun in einem ausführlichen persönlichen Gespräch miteinander klären konnten. Für größere Veranstaltungsformate benötigen wir frühzeitig verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Wir sehen eine gute Grundlage dafür, diese Fragen jetzt gemeinsam und mit Blick auf die Zukunft anzugehen“, erklärt KiKu-Vorsitzender Christian Dämgen.

Langfristige Vereinbarung soll vorbereitet werden

Als nächsten Schritt wollen Stadt, KiKu und Kinobetrieb gemeinsam mit dem zuständigen Fachbereich prüfen, wie eine langfristige beziehungsweise mehrjährige Vereinbarung für die Nutzung des Kurparks und die Unterstützung größerer Kulturveranstaltungen ausgestaltet werden kann.

Ziel ist es, für alle Beteiligten verlässliche und praktikable Rahmenbedingungen zu schaffen. Grundlegende Fragen zu Zuständigkeiten, Genehmigungen, Gebühren, organisatorischen Abläufen und möglichen Unterstützungsleistungen sollen möglichst frühzeitig geklärt werden, damit sie nicht bei jeder Veranstaltung erneut grundsätzlich diskutiert werden müssen.

Dabei ist zugleich zu berücksichtigen, dass die Stadt an rechtliche Vorgaben, Satzungen und Zuständigkeiten gebunden ist und bei der Nutzung öffentlicher Flächen bestimmte Anforderungen erfüllen muss. Stadt und KiKu wollen deshalb gemeinsam prüfen, welche Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb dieser Rahmenbedingungen bestehen und wie ehrenamtlich organisierte Kulturveranstaltungen sinnvoll unterstützt werden können.

Ein entsprechender Entwurf soll anschließend den zuständigen städtischen Gremien beziehungsweise dem Magistrat zur Beratung vorgelegt werden.

Blick nach vorn

Welche Veranstaltungen aus einer solchen Vereinbarung künftig entstehen können, ist derzeit noch offen. Denkbar sind unterschiedliche Formate – beispielsweise in einem Jahr ein Konzertwochenende und in einem anderen Jahr wieder ein Open-Air-Kino. Auch eine stärkere Einbindung des KiKu in weitere kulturelle Veranstaltungen ist grundsätzlich vorstellbar.

Dabei handelt es sich ausdrücklich noch nicht um konkrete Planungen oder Zusagen. Neben den künftigen Rahmenbedingungen spielen sowohl die Finanzierung als auch die personellen und ehrenamtlichen Möglichkeiten des Vereins eine wichtige Rolle. Über mögliche Projekte wird der KiKu zu gegebener Zeit gemeinsam im Vorstand beraten und entscheiden.

Die bislang angekündigte Entscheidung, in den Jahren 2027 und 2028 zunächst keine größeren Veranstaltungen im Kurpark zu planen, bleibt bis zum Abschluss der Vereinbarung vorerst bestehen. Sollte es gelingen, gemeinsam tragfähige und langfristige Rahmenbedingungen zu schaffen und die erforderlichen Beschlüsse herbeizuführen, können Stadt, KiKu und Kinobetrieb die Möglichkeiten für zukünftige Projekte neu bewerten.

Unabhängig davon setzt der KiKu seine kulturelle Arbeit in Bad Schwalbach fort. Dazu gehören unter anderem die neue monatliche Filmreihe für Vereinsmitglieder, das KiKu-Sommerfest sowie die Beteiligung am Bad Schwalbacher Weihnachtsmarkt.

Bürgermeisterin Angela Strabone und Christian Dämgen sind sich einig, dass der persönliche Austausch hierfür eine gute Grundlage geschaffen hat:

„Uns verbindet das Ziel, das kulturelle Leben in Bad Schwalbach zu stärken. Unterschiedliche Sichtweisen gehören zu einer Zusammenarbeit dazu. Entscheidend ist, dass man miteinander spricht, gegenseitige Erwartungen klärt und gemeinsam nach tragfähigen Lösungen sucht.“

Stadt Bad Schwalbach und KiKu – Verein für Kino und Kultur Rheingau-Taunus e. V.

Bildverweis: Archivbild Kino im Kurpark || © Stadt Bad Schwalbach